Die Alltagsheldin Lisa Kemper hat ihren Preis offiziell bekommen

Lisa Kemper aus Heiden hat ihren Preis offiziell bekommen

 

Von Elvira Meisel-Kemper (Borkener Zeitung, 10. Juni 2021)

 

Dank Corona hat es lange gedauert, bis der Preis an die erste Alltagsheldin vom Soroptimistenclub Borken übergeben werden konnte. 

In einer kleinen Feierrunde war es jetzt am FARB in Borken endlich soweit.

Hans-Jürgen Benson war noch Bürgermeister, als er die Soroptimistinnen auf das ehrenamtliche Wirken für Flüchtlinge von Lisa Kemper hinwies. 

In seiner Laudatio gab er preis, dass der eigentliche Tipp von Benedikt Kemper, dem Ehemann der Preisträgerin kam. Und noch etwas räumte er ein: „Als ich den Aufruf zur Nominierung der Soroptimistinnen für den erstmals ausgelobten Preis der Alltagsheldin las, hatte ich noch nie etwas von diesem Club gehört. 

Diese Idee habe ich gern aufgegriffen, um zu zeigen, was Frauen meist im Hintergrund an ehrenamtlicher Arbeit leisten.“ 

Kurz skizzierte er das Wirken von Kemper, die als gelernte Krankenschwester seit der Flüchtlingswelle 2015 sich für Flüchtlinge und ihre Integration in die Gemeinde Heiden einsetzt. Zusammen mit ihrem Mann habe sie damals den Verein „Heiden hilft!“ mitbegründet in eher stiller und leiser Form, ohne das groß publik zu machen. „Sie hat entscheidend dazu beigetragen, dass das Verhältnis zwischen den Heidenern und den Flüchtlingen in unserem Ort freundschaftlich geworden ist“, lobte Benson.

Schatzmeisterin Anneliese Mußenbrock überreichte Kemper den symbolischen Scheck für das Preisgeld in Höhe von 1000 Euro. Soroptimistinnen Gabriele Schmidt und Gerda Siebelt ergänzten die Auszeichnung mit einem Teller, der ein Motiv des kolumbianischen Künstlers Duvan zeigte.

 

Zur Überraschung der Veranstalter hatte Lisa Kemper noch einen Text mitgebracht, geschrieben von einer Palästinenserin nach ihrer Flucht nach Deutschland. 

Darin wurde die Entwurzelung, der Schmerz über den Verlust von Erinnerungen, Freunden, Familie, Heimat und die Herausforderungen in der neuen Heimat eines Flüchtlings eindrucksvoll zum Ausdruck gebracht. 

Am Ende stand die bewegende Frage: „Wer war ich? Wer bin ich?“  




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