4000 Kilometer Anreise für ein Familientreffen

von Markus Schönherr (Borkener Zeitung, 31. Juli 2021)

Zu helfen bereichert einen selbst

Von Elvira Meisel-Kemper (Borkener Zeitung, 18. April 2021)

HEIDEN. „Ich hatte immer schon den Drang, Menschen zu helfen.“ Und: „Ich hatte schon früher türkische Freunde.“ Das sind Schlüsselsätze von Lisa Kemper (56). Beide erklären, warum sich Kemper ehrenamtlich seit Jahren für andere Menschen und besonders für Menschen mit Migrationshintergrund einsetzt. Nicht umsonst wurde sie vom Borkener Club der Soroptimisten zur „Alltagsheldin“ gekürt (die BZ berichtete) und damit völlig überrumpelt, denn sie wusste nichts von der Nominierung durch den ehemaligen Bürgermeister Hans-Jürgen Benson. 

Ausbildung zur Krankenschwester

Kemper wuchs in ihrer Heimatstadt Gladbeck mit türkischstämmigen Nachbarn auf. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Krankenschwester, heiratete vor 27 Jahren Benedikt Kemper und bekam zwei Töchter. Immer wieder arbeitete sie im pflegerischen Bereich, kümmerte sich ehrenamtlich um kranke und einsame Menschen. Und dann kam 2015 die Flüchtlingswelle. Als Krankenschwester arbeitete sie in den Flüchtlingscamps Hotel Frankenhof Reken und auch in Ahaus für den DRK-Kreisverband. 2015 war sie Mitgründerin des Vereins „Heiden – Wir helfen“, in dem ihr Mann seit März 2021 Vorsitzender ist. 

Die syrische Familie Mourad war die erste, die sie aus dem Flüchtlingscamp nach Heiden in ihre direkte Nachbarschaft holte, alles in Absprache mit der Gemeinde und der Bezirksregierung. Eine andere neunköpfige syrische Familie, konnte sie in Heiden-Leblich ansiedeln. 

Es sind nur zwei Beispiele, dass Menschen, die alles verloren haben durch Krieg und Gewalt, mit ihrer Hilfe eine neue Heimat und neue Freunde gefunden haben. „Daraus sind Freundschaften entstanden. Wir kriegen so viel von diesen Menschen zurück“, erklärt Kemper die persönliche, emotionale Bereicherung. 

Arabisch gelernt 

Durch die Kinder lernte Kemper die ersten arabischen Wörter. Mittlerweile spricht, liest und schreibt sie in arabischer Sprache. Auf ihrem Handy hat sie sogar die arabische Schrift installiert. „Durch die arabische Sprache lernt man viel über die Kultur. Integration kann nur gelingen, wenn beide Seiten bereit sind, sich mit der Sprache und der Kultur des anderen auseinanderzusetzen.“ 

Die KAB (Katholische Arbeitnehmer Bewegung), bei der ihr Mann hauptamtlich tätig ist, half ebenso wie der damalige Bürgermeister Hans-Jürgen Benson. In der ehemaligen Ludgerusschule wurden eine Schule für Flüchtlinge eingerichtet und ein Büro als erste Anlaufstelle. Sie gründete das „Café International“, half bei der Wohnungs- und Arbeitssuche, bei der Einrichtung der Wohnung, bei Behördengängen, Arztbesuchen, Schularbeiten.... Vor allem die Traumatisierungen der Flüchtlinge beschäftigen sie immer wieder. 

„Manches wird in der Bevölkerung belächelt, vieles aber auch immer mehr verstanden“, sagt Kemper. Und sie fügt hinzu: „Wenn mein Mann und ich uns nicht so gut ergänzen würden, würde das Familienleben auch nicht so klappen.“ Denn eines teilt das Ehepaar Kemper auch, die Liebe zum FC Bayern München. 

Wer mithelfen möchte, kann sich direkt bei Lisa Kemper unter der Telefonnummer 02867/9448 melden.

 

ALLTAGSHELDINNEN im Kreis Borken GESUCHT, Borkener Zeitung, 08.03.2021

Gemeinsame Benefizveranstaltung der SI Clubs des Münsterlandes , Borkener Zeitung, 26.09.2016

Borken hilft Nepal direkt - Aktuelle Berichterstattung, Borkener Zeitung 09.03.2016

Vorbereitungstreffen für ÜberWasser 2016

Berichterstattung in der Borkener Zeitung

Bereits im April 2015 fand ein Treffen der SI-Clubs des Münsterlandes statt, um eine gemeinsame Veranstaltung im September 2016 vorzubereiten. Ein weiteres Treffen fand im Januar 2016 in Schloss Velen statt. Das Projekt "Wasser für Afrika" findet am 24. September 2016 mit einer gemeinsamen Großveranstaltung seinen Höhepunkt.

Hilfe für Frauen in Afrika - Gemeinsames SI Projekt

Zu einem gemeinsamen Projekt der SI Clubs des Münsterlandes fanden sich die Clubschwestern zusammen und konnten dabei einen Gast aus dem Benin begrüßen. Die Clubschwester Gaby Gbegnonvi vom Club Cotonou Amazone aus Benin berichtete über ihre Arbeit im Benin und erläuterte den münsterländischen Clubschwestern, welche Hilfe für die Frauen im Benin gebraucht wird.

Die Clubs werden im Herbst 2016 eine gemeinsame Benefiz-Veranstaltung durchführen, um dann die Frauen im Benin damit zu unterstützen.

Pressespiegel


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