Am Samstag, dem 08. März 2025, dem internationalen Tag der Frau, fand in Berlin zum 9. Mal die Verleihung des Soroptimist Deutschland Preises im französischen Dom statt.
Die Gewinnerin des Soroptimist Deutschland Preises 2025 heißt Sogol Kordi.
Sie wurde für ihr zukunftsweisendes Projekt MyProtectify ausgezeichnet, das moderne Technologien nutzt, um Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, zu unterstützen und auf ihrem Weg in ein neues, selbstbestimmtes Leben zu begleiten.
Heike Eskandarinezhad, Vertreterin des Vereins BAUFACHFRAU Berlin e. V., der 2023 den Soroptimist Deutschland Preis bekam, hielt eine bewegende Laudatio auf die Preisträgerin. Im anschließenden Podiumsgespräch mit Sogol Kordi, Dr. Kira Marrs und Manuela Nitsche, moderiert von Susanne Becker, erfuhr das Publikum interessante Details über Sogols Projekt MyProtectify und Kira Marrs erklärte, welche Bedeutung dieses in unserer zunehmend digitalisierten Welt hat.
Die Nominierten, das Handwerkerinnenhaus Köln e. V. und die HateAid gGmbH, wurden von der SID-Präsidentin mit einem Anerkennungspreis gewürdigt. Auch ihre herausragenden Leistungen in den jeweiligen Vereinen verdienen höchste Wertschätzung.
Für dieses Projekt kooperieren 16 SI-Clubs der Region, um das Schwerpunkt-Thema "Wasser" ins Bewusstsein zu rufen und konkrete Hilfe zu leisten.
Im aktuellen Projektzeitraum waren die Clubs Ahaus und Bocholt federführend. Sie haben sich für eine Unterstützung der "Feuchtwiesen" entschieden. Als Projektpartner fanden sich die Stiftung Natur und Landschaft(NLW) und das Mariengymnasium Bocholt.
Im Rahmen des Projektabschlusses konnte eine Spendensumme i.H.v. 20.000 € an Dr. Dietmar Ikemeyer von der Stiftung NLW übergeben werden. Mit dem Geld kann unter anderem die Ertüchtigung von Flächen zurück zur Feuchtwiese unterstützt werden.
Außerdem hat die AG "Girls for future" des Bocholter Mariengymnasiums die Bedeutung von Feuchtwiesen in Theorie und Praxis kennengelernt. Dieses Pilotprojekt wird künftig auch für weitere Schulen buchbar sein.
Soroptimist International kämpft weltweit gegen Hunger und für gesunde Ernährung. Zum 20. Kongress von Soroptimist International Europa (SIE) kamen vom 12. bis 14. Juli über 1.300 Frauen aus über 79 Ländern nach Berlin. Motto der Veranstaltung war „Visions of Paradise” – Soroptimists go for Water and Food. Auch der SI Club aus Borken/Westfalen war mit zehn Teilnehmerinnen auf dem Kongress vertreten.
Hunger und Wassermangel in Entwicklungsländern, Übergewicht und Folgekrankheiten in Industriestaaten: Das sind die Extreme, für deren Bekämpfung Soroptimistinnen einen nachhaltigen Beitrag leisten wollen. Der 20. Europakongress informierte, machte bewusst und stellte praktische Ansätze vor, um zur Lösung dieser Probleme beizutragen. „Durch das weltweite Netzwerk von Soroptimist International erreichen wir in Politik und in Wirtschaft Entscheiderinnen und in der Praxis Frauen, die für die Ernährung ihrer Familien verantwortlich sind“, sagte SIE-Präsidentin Kathy Kaaf aus Deutschland. Zum Abschluss des Kongresses verlieh SIE zum fünften Mal den mit 20.000 Euro dotierten Friedenspreis – er ging an die Italienerin Silvana Arbia, die ehemalige Registrarin des Internationalen Strafgerichtshofs, für ihren mutigen Einsatz beim Aufbau des Friedens.
„Es war ein wundervolles Erlebnis,“ so die Präsidentin vom Club Borken/Westfalen, Petra Exner, „die vielen internationalen SI-Schwestern in Berlin zu treffen, die die gleichen Vorstellungen vom Kampf gegen den Hunger und den Wassermangel haben und vor allem, bereit sind, diese zu verwirklichen. Besonders beeindruckend war die Begegnung mit der Weltpräsidentin Alice Ann Killian Wells aus Arizona.“
Mit vielen wertvollen und interessanten Eindrücken kehrten die Teilnehmerinnen nach Borken zurück, um ihre Erfahrungen an die Clubschwestern weiterzugeben.